Von J. Patterson
Es ist der Montag eines langen Wochenendes. Die Läden haben zu, und plötzlich erinnerst du dich: Heute Abend kommen Gäste — und einer hat Geburtstag. Hier ist ein Kuchen, den du in, na ja, 12–20 Minuten zusammenrührst. Und er ist himmlisch.
Das hier ist ein kleines Juwel. Ich bin seit meiner Kindheit leicht besessen von Karottenkuchen. Im Laufe der Jahre habe ich ihn auf tausend Arten gebacken, aber ich suchte immer nach etwas Einfachen, das trotzdem ein bisschen „erwachsener“ schmeckt — durchdacht in den Zutaten, aber ohne Schnickschnack.
Dieses Rezept entstand nach viel Backen — Kuchen, schnelle Brote, Hefeteig, ohne Hefe, alles Mögliche — in einer Phase, in der ich Zutaten und Technik endlich wirklich verstanden habe.
Das Ergebnis?
Ein wunderbar voller Geschmack ohne diese klebrige, übertriebene Süße (der klassische Karottenkuchen-Fehler), eine fluffige, saftige Struktur und ein Krümel, der super unter dem Frosting hält… obwohl man es ehrlich gesagt auch pur essen kann. Die Zutaten sind simpel, aber hochwertig — kein Pflanzenöl, kein weißer Zucker.
Und jetzt der Trick, der diesen Kuchen besonders macht — und der absolut nicht verhandelbar ist. Trenne die Eier und schlage das Eiweiß steif. Wirklich. Das ist eine unserer liebsten Techniken für Kuchen und muffinsartige Teige, weil sie das Ganze anhebt und schön leicht und zart macht, niemals kompakt oder feucht. Ja, es ist ein Schritt mehr — aber er verändert alles.
Ergibt einen 20-cm-Kuchen (8”), eine Kastenform oder ein Muffinblech
Flüssige Zutaten
2 große Eier (oder 3 mittlere), getrennt
115 g brauner Zucker
100 ml Olivenöl
15 ml Misopaste
Trockene Zutaten
150 g Weizenmehl oder Tipo 00
1 TL Backpulver
1 TL Natron
2 TL Zimt
Zum Unterheben
200–240 g geriebene Karotten — ca. 2–3 mittelgroße
75 g gehackte Walnüsse
75 g große Rosinen, kurz im Topf mit etwas Wasser oder Brandy aufgekocht
Orangenschale
Für die Form
Butter oder Kokosöl + etwas Mehl (zum Einfetten)
Backofen vorheizen: auf 180°C.
Form vorbereiten: mit Butter oder Kokosöl einfetten und mit Mehl bestäuben.
Mix-ins vorbereiten:
Alles mit einem Löffel Mehl und etwas Zimt mischen (damit nichts auf den Boden sinkt).
Eier trennen: Eiweiß in eine Schüssel, Eigelb in eine andere.
Flüssige Mischung: Olivenöl und Miso zu den Eigelben geben. Beiseitestellen.
Trockene Zutaten: Mehl, Zimt, Backpulver und Natron mischen.
Eiweiß schlagen: steif schlagen, dann langsam den Zucker einrieseln lassen, bis es wie Baisermasse aussieht.
Eigelb-Mischung glattrühren: mit denselben Rührbesen Eigelb/Öl/Miso gut verrühren.
Teig herstellen: die trockenen Zutaten kurz unter die Eigelb-Mischung rühren — nur bis alles zusammenkommt.
Eiweiß unterheben: das geschlagene Eiweiß vorsichtig mit einem Teigschaber unterheben.
Mix-ins zugeben: Karotten, Rosinen und Walnüsse vorsichtig einarbeiten.
In die Form füllen: Teig hineingießen und fast bis oben füllen. Oberfläche glattstreichen.
Backen: 45–50 Minuten, ab 40 Minuten kontrollieren. Der Zahnstocher sollte sauber herauskommen.
Abkühlen lassen und genießen: etwas abkühlen lassen (oder warm essen — himmlisch).
Ganz ehrlich? Du kannst dieses Kuchenstück einfach so essen — vielleicht mit einem kleinen Klecks Butter, wenn du es als Kastenkuchen oder Muffins gebacken hast.
Wenn du es ein bisschen „besonderer“ machen möchtest, hier ist unser Lieblings-Frosting: simpel, aromatisch und richtig lecker. Eine schnelle Mischung aus lokalem Wildblütenhonig, Orangenschale und einem weichen, leicht säuerlichen Frischkäse. Wir verwenden einen kleinen handwerklichen Frischkäse mit ca. 4% Fett — cremig, leicht, voller Geschmack und trotzdem nicht schwer nach dem Essen.
(Falls du so etwas nicht findest: Philadelphia oder jeder Frischkäse bis ca. 10% Fett — idealerweise ohne Zusatzstoffe — funktioniert perfekt.)
Für das sauberste Finish: Lass den Kuchen komplett auskühlen — gern auch kurz im Kühlschrank — und halte das Frosting gekühlt, bis du bereit bist, es aufzutragen.
Kleine Rosetten auf der Oberfläche sehen wunderschön aus. Kurz vor dem Servieren etwas frische Orangenschale darübergeben und einen Hauch Zimt oder — noch besser — frisch geriebene Muskatnuss.